Über mich und wie alles begann

Ein gesunder Lebensstil war mir nicht immer wichtig. Bis zum Anfang meiner Zwanziger waren Fast Food und Fertigprodukte mehr oder weniger fester Bestandteil meiner Ernährung. Eine Packung Chips oder Biskuits vor dem Fernseher und Fertigmahlzeiten aus der Mikrowelle waren keine Seltenheit. Die Wochenenden waren das Highlight der Woche und wurden ausgiebig gefeiert. Zu dieser Zeit war ich begeisterter Unihockeyspieler und trainierte bis zu vier Mal pro Woche. Im Nachhinein betrachtet, war das wohl der Grund warum ich nicht aufging wie ein Brötchen. Allerdings hatte ich grosse Probleme mit Akne, was ich damals nicht mit meinem Lebensstil in Verbindung gebracht und mit starken Medikamenten behandelt hatte.

Als meine Mutter die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, wendete sich das Blatt. Nicht sofort, denn zu Beginn konnte ich mir unter dieser Diagnose nichts vorstellen. Spürbar für mich zeigte sich die Multiple Sklerose erst, als meine Mutter immer schlechter gehen konnte. Noch heute erinnere ich mich an Situationen in denen ich vorwurfsvoll dachte, warum meine Mutter nicht einfach normal gehen konnte. Ein Bein vor das andere zu setzen ist doch nicht so schwer, dachte ich. Heute schäme ich mich für diese Gedanken, aber zu jener Zeit wusste ich es leider noch nicht besser.

Als ich im Jahre 2008 mit meiner Mutter und meinem Bruder auf eine vierwöchige Reise durch Neuseeland ging, hat mich die ganze Tragweite ihres Schicksals erfasst. Dadurch, dass wir ständig gemeinsam unterwegs waren, erkannte ich was es bedeutet, wenn man seine Gesundheit nach und nach verliert. Noch während der Reise entwickelte sich in mir ein inneres Verlangen zu verstehen. Zu verstehen, warum unsere Mutter dieses Schicksal erleiden muss. Zu verstehen, warum einige Menschen krank werden und andere nicht. Zu verstehen, wie unser Körper funktioniert und was uns gesund hält. Ich hatte viele offene Fragen und machte mich auf die Suche nach Antworten und besonders nach Möglichkeiten, um meiner Mutter zu helfen. Dies war der Startschuss in mein gesünderes Leben.

Zu jener Zeit hatte ich soeben die Ausbildung zum Informatiker abgeschlossen und startete mit meinem Fachhochschulstudium mit Vertiefung IT-Sicherheit. Hätte ich damals schon gewusst, wohin mich mein Herz und meine Leidenschaft später führen würde, hätte ich wohl Sport oder Diätetik studiert. Im Nachhinein ist man immer schlauer und so absolvierte ich das Studium und nebenbei eine Weiterbildung zum Ernährungsberater nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Während der Zeit meines Studiums wechselte ich vom Teamsport zum Einzelsport und begann mit dem Krafttraining. Zu Beginn eher zurückhaltend und später ausgiebiger, wenn nicht sogar fanatisch. Ich war praktisch täglich im Fitnesscenter anzutreffen und gehörte beinahe schon zum Inventar. Wie in der Fitnessbranche üblich, begann ich irgendwann einmal damit Nahrungsergänzungen zu mir zu nehmen. Zu Beginn Proteinshakes und später allerlei Pülverchen und Pillen wie zum Beispiel BCAA, Kreatin, NO-Booster, Fischöl, Zink, Magnesium. Zum Glück interessierte ich mich nie für härtere Substanzen. Dennoch schluckte ich relativ lange munter meine Pillen ohne wirklich zu wissen, ob das alles für meinen Körper gut ist und überhaupt etwas bringt.

Ich begann mich intensiv mit den verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln auseinanderzusetzen und realisierte, dass viel Rauch um nichts oder zumindest nicht viel gemacht wird. Der Nutzen ist teilweise fragwürdig und einige Substanzen sind alles andere als gesund. Ich überdachte mein Verhalten, begann Fachbücher zu konsultieren und reduzierte den Konsum auf die wesentlichen Mittel von denen ich aufgrund von wissenschaftlichen Studien sicher war, dass sie mir nicht schaden würden. Andere Personen im Fitnessstudio wurden bald auf diese Veränderung aufmerksam und fragten mich oft nach meiner Einschätzung über Sinn und Unsinn bestimmter Nahrungsergänzungsmittel. So entstanden meine ersten Erfahrungen mit Beratungen.

Nach dem Ende meines IT-Studiums und der Weiterbildung zum Ernährungsberater sowie nach vertieften Recherchen über verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, fühlte ich mich hinsichtlich der Frage wie eine gesunde Ernährung aussehen sollte, ziemlich sicher. Wie sich später herausstellte, war das nur ansatzweise zutreffend und auf die Frage wie ich meiner Mutter am besten helfen konnte, fand ich keine brauchbaren Antworten. Irgendwo auf meinem Weg von einem Hinweis zum nächsten und ohne genau zu wissen wohin ich wollte, erhielt ich einen Schubs in die richtige Richtung. Eine mir damals unbekannte Person stiess bei der Suche nach Kokosfett auf meine Webseite. Sie kontaktierte mich und fragte, ob ich Lust hätte mehr über Obst, Gemüse und Beeren in Kapselform zu erfahren. Ich weiss noch als wäre es gestern gewesen wie ich damals dachte, dass sich hinter Obst und Gemüse nichts Böses verbergen könne und stimmte dem Treffen zu. Wie sich herausstellen sollte war es die richtige Entscheidung, denn dieser Termin veränderte meine Zukunft massgebend.

2013 kam ich mit der Firma Juice PLUS+ in Kontakt, welche rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel anbietet. Unter anderem Kapseln, welche die Essenz von 30 Sorten Obst, Gemüse und Beeren enthalten. Durch dieses Produkt bin ich auf die Orthomolekulare Medizin aufmerksam geworden, welche besagt, dass wir unserem Körper alle notwendigen Nährstoffe zuführen müssen, damit er sich gesund erhalten kann. Ich erkannte, dass der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung nicht nur in der Zufuhr von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten liegt, sondern vielmehr in der Zufuhr aller notwendiger Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und ganz wichtig der sekundären Pflanzenstoffe, welche praktisch nur in Pflanzen vorkommen.

Seither habe ich eine Vielzahl von Studien, Artikeln und Büchern über die gesundheitsfördernden Eigenschaften diverser Lebensmittel gelesen und diese an mir selbst getestet. Für mich haben viele scheinbar unheilbare Krankheiten ihren Schrecken verloren und ich habe erkannt, dass ein langes und gesundes Leben nicht von Genen vorbestimmt wird, sondern durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung selbst beeinflusst werden kann. Schlussendlich ist man was man isst.

Das Thema Bewegung begleitete mich während dieser Zeit ständig. Auf der Suche nach dem optimalen Training lass ich einige Bücher über verschiedene Trainingsmethoden zur Kraftsteigerung und zum Muskelwachstum. Was mir logisch erschien probierte ich aus und hatte mal mehr und mal weniger Erfolg. Ambitionen zur Teilnahme an Wettkämpfen hatte ich nie. Ich trainierte lediglich für mein Ego.

Während meinem Studium suchte ich nach Möglichkeiten mein Budget aufzubessern. Im Fitnesscenter in dem ich trainierte, ergab sich die Möglichkeit TRX©-Gruppenkurse zu unterrichten, da der Inhaber das Angebot aufbauen wollte. Zu diesem Zweck besuchte ich die Ausbildung zum TRX©-Instruktor und lernte dadurch das Funktionelle Training kennen. Wieder wurde mein Horizont auf positive Weise erweitert, was sich später als überaus nützlich herausstellte.

An einem Punkt meiner Entwicklung stiess ich auf die Aussage, dass Prävention aus drei Säulen besteht: Ernährung, Bewegung und Erholung. In Bezug auf die Erholung war ich zu dieser Zeit schlecht unterwegs, da ich im Schnitt vier bis fünf Stunden schlief und dazu meinen Körper immer weiter forderte. Ich erkannte, dass meine Lebensumstände nicht zu meinem Streben nach Gesundheit passten. Also begann ich umzudenken und so verschob sich mein Fokus von mehr Muskeln zu mehr Wohlbefinden.

An diesem Punkt erkannte ich, dass ich den Fokus nicht nur auf Ernährung legen konnte, wenn ich Menschen zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen will. Ich musste mindestens die Bewegung ebenfalls in die Gleichung miteinbeziehen. Aufgrund der positiven Erfahrungen beim unterrichten der Gruppenkurse wusste ich, dass mir die Arbeit mit Menschen Freude bereitet und ich ein Flair dafür habe. Also entschied ich mich für die Ausbildung zum Personal Trainer und meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

2016 schloss ich meine Ausbildung ab und versuchte mich im hart umkämpften Markt als Personal Trainer zu etablieren. Mit einem beschränkten Budget war das sehr schwierig. Ich bot TRX©-Gruppenkurse an und versuchte Personal Trainings in der freien Natur zu verkaufen. Das ging schleppend voran und ich machte kaum Fortschritte. Es machte mir Spass mit meinen wenigen Kunden und Kundinnen zu arbeiten, aber ich verspürte keine Befriedigung. Ich hatte nicht den Eindruck etwas zu bewirken. Zudem hatte ich aufgrund anderer Verpflichtungen und neben der Hauptanstellung nicht die erforderlichen Ressourcen, um das Geschäft mit der nötigen Kraft voranzutreiben.

Aufgeben liegt nicht in meiner Natur und so versuchte ich andere Methoden. Ich richtete mir einen Trainingsraum ein und hoffte, dass ich mit einem fixen Standort und einigen Trainingsutensilien attraktiver bin und so mehr Menschen für mein Angebot begeistern kann. Obschon meine Annahme richtig war und ich einige zusätzliche Kunden gewinnen konnte, brachte diese Veränderung trotzdem nicht den gewünschten Erfolg. Die Einnahmen waren nicht konstant genug um den Schritt zu wagen, meine Festanstellung in der IT-Branche aufzugeben. Zudem zeichnete sich ab, dass meine Freundin und ich früher oder später aneinander vorbei leben würden und das war keine Option.

Nach einiger Zeit des Grübelns fanden wir eine Lösung mit welcher wir dem Wunsch, so vielen Menschen wie möglich dabei zu helfen einen gesunden Lebensstil zu leben nachgehen konnten, ohne dabei ein harmonisches Privatleben zu gefährden. Nach mehr als einem Jahr Arbeit gelang es uns ein einzigartiges Programm aus Training und Ernährung zu entwickeln, das mit Hilfe einer App überall auf der Welt genutzt werden kann. Unsere Angebote Get und Stay Fit, wie sie auf dieser Webseite beschrieben wird, war geboren.

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